Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Demenz. Die Erkrankung verändert den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen grundlegend. Um mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, lädt das Netzwerk Demenz Freiburg am Montag, 22. September, von 13 bis 17 Uhr auf den Platz der Alten Synagoge zu einem Aktionstag ein. Anlass ist der Welt-Alzheimertag, der jedes Jahr am 21. September begangen wird.
Inhaltsverzeichnis:
- Elisabeth Schauer und das Motto welt-alzheimertag
- Ulrich von Kirchbach und das swr-symphonieorchester
- Netzwerk Demenz und hilfsangebote
- Mehr toleranz in der gesellschaft
Elisabeth Schauer und das Motto welt-alzheimertag
Das diesjährige Motto lautet „Demenz – Mensch sein und bleiben“. Im Zentrum steht die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz. Elisabeth Schauer vom Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt betont, dass Erkrankte mit ihren Gefühlen, Eigenschaften und Stärken als Teil der Gesellschaft gesehen werden müssen. Sie erklärt, dass das Thema aus der Tabuzone geholt werden soll. Angehörige sollen erfahren, dass Demenz viele Familien betrifft und keine Schande darstellt.
Ulrich von Kirchbach und das swr-symphonieorchester
Der Aktionstag beginnt mit einem Grußwort des Ersten Bürgermeisters Ulrich von Kirchbach. Danach tritt das SWR-Symphonieorchester auf. An zahlreichen Infoständen beraten Vereine und Organisationen über Betreuung, Pflege und Unterstützung. Auf der Bühne führt Jutta Veit vom Evangelischen Stift in Gymnastikübungen ein. Ralf Jogerst von der Heiliggeistspitalstiftung leitet ein Gehirntraining. Tanzvorführungen des Studios DanceEmotion und der Gruppe Chinablumen runden das Programm ab.
Wichtige Programmpunkte
- Begrüßung durch Ulrich von Kirchbach
- Konzert des SWR-Symphonieorchesters
- Infostände mit Fachinformationen
- Gymnastik, Gehirntraining und Tanzaktionen
Netzwerk Demenz und hilfsangebote
Der Aktionstag richtet sich sowohl an Betroffene als auch an Angehörige und interessierte Bürger. Besonders Menschen mit einer frischen Diagnose suchen hier Informationen. Schauer betont, dass die Betreuung einer erkrankten Person allein nicht zu bewältigen ist. Deshalb werden Hilfen vermittelt.
- Spaziergänge und Stammtische für Angehörige durch das Netzwerk Pflegebegleitung
- Selbsthilfegruppen für Menschen mit Vergesslichkeit
- Ehrenamtliche Projekte wie Bike Bridge mit Rikschafahrten für ältere Menschen
Mehr toleranz in der gesellschaft
Menschen mit Demenz möchten ihre Lebensqualität behalten und aktiv bleiben. Dafür braucht es Toleranz, Geduld und Verständnis in der Gesellschaft. Auch wenn Verhalten von der Norm abweicht, etwa durch wiederholtes Nachfragen, sind Rücksicht und Akzeptanz entscheidend.
Schauer hofft, dass viele Besucher kommen, sich austauschen und neue Anregungen finden. Zum dritten Mal organisiert das Netzwerk Demenz Freiburg die Veranstaltung. Zum Trägerkreis gehören neben dem Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt sechs weitere Partnerorganisationen.
Quelle: FREIBURG
