Ab Montag nutzen Schülerinnen und Schüler in Freiburg offiziell Anwendungen mit künstlicher Intelligenz im Unterricht. Damit nimmt die Stadt bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Datenschutz ist gesichert und das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Lehrkräfte.
Inhaltsverzeichnis:
- Silke Donnermeyer setzt auf Plattform fobizz
- Patrick Bronner fördert digitale Werkzeuge
- Testlauf an Freiburger Gymnasien überzeugt
- Kosten von 117.000 Euro für Freiburg
Silke Donnermeyer setzt auf Plattform fobizz
Die Stadt Freiburg stellt ab sofort die Plattform fobizz für den Unterricht bereit. Darüber erhalten die Lernenden Zugang zu Programmen wie ChatGPT, Korrekturhilfen oder bildgenerierenden Systemen. Bisher war die Nutzung über private Konten mit datenschutzrechtlichen Problemen verbunden. Dieses Hindernis ist nun beseitigt.
Schulamtsleiterin Silke Donnermeyer betonte, dass der Einsatz von KI längst Realität sei. Mit der offiziellen Freigabe soll die Anwendung nun zielgerichtet und rechtlich abgesichert erfolgen. Zu den Vorteilen zählen auch Fortbildungsangebote für das Kollegium. Diese sollen helfen, Unsicherheiten zu reduzieren.
Wichtige Punkte
- Plattform fobizz ab Montag im Einsatz
- Zugriff auf ChatGPT und weitere Anwendungen
- Datenschutz vollständig gewährleistet
- Fortbildung für Lehrkräfte im Angebot
Patrick Bronner fördert digitale Werkzeuge
Der Mathematik- und Physiklehrer Patrick Bronner vom Friedrichs-Gymnasium arbeitet seit zwölf Jahren mit digitalen Angeboten. Er macht sich stark für den Einsatz der neuen Möglichkeiten. Nach seiner Einschätzung ist KI längst Teil des Schulalltags.
Bisher nutzten Schülerinnen und Schüler solche Programme jedoch ohne pädagogische Begleitung. Risiken und Grenzen blieben dadurch oft unklar. Ziel ist nun, einen konstruktiven Umgang mit KI-generierten Daten zu vermitteln. Bronner betont, dass KI nicht das eigene Denken ersetzen darf, sondern als Unterstützung dienen soll.
Testlauf an Freiburger Gymnasien überzeugt
Ein Probelauf im vergangenen Schuljahr an mehreren Gymnasien in Freiburg brachte klare Ergebnisse. Laut einer Umfrage der Robert Bosch Stiftung äußerten sich 93 Prozent der Lehrkräfte positiv zum Einsatz. Viele berichteten, dass die Lernenden durch KI besser gearbeitet hätten.
Donnermeyer erklärte, dass zahlreiche Rückmeldungen auf eine verbesserte Lernqualität hinwiesen. Damit zeigt sich, dass der strukturierte Einsatz Vorteile bringt. Besonders wichtig war, dass Lehrkräfte ihre Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen teilten.
Kosten von 117.000 Euro für Freiburg
Für das Gesamtpaket investierte die Stadt Freiburg rund 117.000 Euro. Darin enthalten sind auch die Fortbildungen für Lehrkräfte. Solange das Kultusministerium von Baden-Württemberg keine landesweite Lösung anbietet, will Freiburg das eigene Angebot fortführen.
Mit diesem Schritt setzt die Stadt ein deutliches Signal. Schülerinnen und Schüler erhalten moderne Werkzeuge, Lehrkräfte die notwendige Unterstützung. Der strukturierte Umgang mit künstlicher Intelligenz im Unterricht ist damit in Freiburg Realität geworden.
Quelle: SWR
