Windkraftausbau gestartet
Windkraftausbau gestartet, Foto: pixabay

Der Freiburger Energieversorger badenova hat Ende Juni Genehmigungsanträge für sieben neue Windparks eingereicht. Insgesamt sollen 23 Windräder mit einer Leistung von über 150 Megawatt entstehen. Damit will das Unternehmen einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Energiewende leisten. Die Projekte erstrecken sich über fünf Landkreise in Baden-Württemberg. Das Investitionsvolumen beträgt rund 250 Millionen Euro. In den kommenden 25 Jahren sollen ca. 75 Millionen Euro an kommunale Einnahmen durch Pacht und Steuern zurückfließen. Mit diesen Zahlen positioniert sich badenova als einer der stärksten Akteure im Ausbau erneuerbarer Energien in Südwestdeutschland.

Inhaltsverzeichnis:

Sieben Standorte in fünf Landkreisen

Die geplanten Windkraftanlagen entstehen in Schwarzwald-Baar, Rottweil, Ortenau, Breisgau-Hochschwarzwald und Heidenheim. Diese Landkreise liegen fast vollständig im Marktgebiet des Unternehmens. Die räumliche Streuung erhöht die Netzstabilität und erlaubt eine regionale Versorgung.

Die Einzelprojekte unterscheiden sich in Umfang und Zeitplan. Die ersten Anlagen sollen 2027 in Betrieb gehen. Die letzte Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen. Folgende Projekte wurden beantragt:

Standort Anzahl Anlagen Inbetriebnahme geplant
Linach 3 4. Quartal 2027
Langwieden 3 2. Quartal 2027
Rappeneck 5 2. Quartal 2028
Ringsheim 1 4. Quartal 2027
Bösingen 5 1. Quartal 2029
Forlenberg 1 1. Quartal 2029
Gerstetten 5 4. Quartal 2027

Starke Partner und lokale Akzeptanz

badenova setzt bei der Umsetzung auf Partnerschaften mit Kommunen, Stadtwerken und lokalen Bürgern. Ein Großteil der Flächen wird direkt von Gemeinden bereitgestellt. Dadurch entsteht eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung.

Sebastian Schüßler, Leiter der Windprojekte bei badenova, hebt die Vorteile hervor: durch gemeinsame Konsortien mit lokalen Akteuren entstehen tragfähige Lösungen. Die Projekte sind finanziell stabil und langfristig abgesichert. Vertrauen und regionale Beteiligung sind zentrale Pfeiler dieser Strategie.

Technische Dimension der Projekte

Die 23 geplanten Windräder erreichen zusammen eine Nennleistung von 150 Megawatt. Das entspricht einer Strommenge für etwa 70.000 Haushalte. Die Stromproduktion wird jährlich etwa 230 Gigawattstunden betragen.

Die Infrastruktur umfasst auch rund 55 Kilometer Kabeltrassen. Diese Strecke entspricht in etwa der Entfernung zwischen Freiburg und Basel. Die Anlagen selbst erreichen Höhen von bis zu 250 Metern. Zusammengerechnet wären das 15 gestapelte Berliner Fernsehtürme.

Ziel - 400 Megawatt Windkraft bis 2035

badenova verfolgt das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. Dafür soll die Kapazität an Windenergie auf 400 Megawatt steigen. Der aktuelle Schritt mit den sieben neuen Projekten ist Teil dieser Strategie.

Die Umsetzung erfolgt durch das Tochterunternehmen badenovaERNEUERBARE und wird durch DGE – Das Grüne Emissionshaus – unterstützt. DGE ist ein Freiburger Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarkraftwerken, an dem badenova zu 50 % beteiligt ist.

Mit etwa 200 betreuten Windenergieanlagen verfügt badenova über umfangreiche Erfahrung. Die Einbindung technischer Expertise, lokaler Netzwerke und kommunaler Partner schafft ein stabiles Fundament für die Umsetzung der Energiewende in der Region.

Nächste Schritte bis zur Umsetzung

Die eingereichten Genehmigungen werden in den kommenden 6 bis 18 Monaten geprüft. Die zuständigen Behörden entscheiden über die Zulassung. Erste Bauarbeiten könnten 2027 beginnen. Bis 2029 sollen alle sieben Windparks am Netz sein.

Michael Klein, Geschäftsführer von badenovaERNEUERBARE, bezeichnet die Einreichung als wichtigen Zwischenschritt. Das Unternehmen sieht sich gut vorbereitet und unterstreicht die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden und Fachabteilungen.

Mit diesen Projekten setzt badenova ein klares Zeichen für eine nachhaltige und regionale Energiezukunft in Baden-Württemberg.

Quelle: PRESSEPORTAL