Der geplante Nachtzug von Basel nach Malmö sollte ab April starten. Doch die Verbindung wird nicht umgesetzt. Beide Kammern des Schweizer Parlaments lehnten den Zuschuss ab, wodurch das Projekt bereits vor dem Start beendet ist. Damit bleibt die Hoffnung vieler Reisender unerfüllt, die bereits Tickets gebucht hatten.
Inhaltsverzeichnis:
- Ablehnung im National- und Ständerat
- Geplante Strecke über Freiburg, Hamburg und Odense
- Erstattungen und Auswirkungen für Fahrgäste
Ablehnung im National- und Ständerat
Die Entscheidung fiel in zwei Etappen. Zuerst sprach sich der Ständerat gegen die Finanzierung aus. Kurz darauf folgte der Nationalrat. Der Zuschuss von 10 Millionen Schweizer Franken wurde endgültig verworfen. Ohne diese Mittel kann die Verbindung nicht betrieben werden. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) erklärten, dass das Projekt unter den aktuellen Bedingungen wirtschaftlich nicht tragbar sei.
SBB-Chef Vincent Ducrot sagte gegenüber dem SWR, „die Politik hat die Nachtzüge ursprünglich gewollt“. Gleichzeitig betonte er, dass er mehr Potenzial in Tagesverbindungen sehe. Diese Aussage verdeutlicht die strategische Neuausrichtung der SBB. Weitere Informationen über Bahnprojekte in Süddeutschland finden Sie unter Baustart für Radschnellweg RS6.
Geplante Strecke über Freiburg, Hamburg und Odense
Der Nachtzug „EuroNight“ sollte die einzige direkte Verbindung zwischen der Schweiz und Schweden werden. Die Route sollte rund 1.400 Kilometer umfassen. Vorgesehen waren Stopps in Freiburg, Karlsruhe, Hamburg und im dänischen Odense. Insgesamt waren drei wöchentliche Fahrten geplant.
Der Zug sollte Platz für etwa 350 Reisende bieten, darunter Schlaf-, Liege- und Sitzwagen. Auch barrierefreie Abteile sowie ein Bistrobereich waren vorgesehen. Ohne staatliche Förderung bleibt das Projekt aber auf Eis. Ein ähnlicher Versuch, den Nachtzugverkehr zu beleben, wurde bereits früher in Basel diskutiert, wie man in diesem Beitrag über den Nachtzug Basel–Malmö nachlesen kann.
Erstattungen und Auswirkungen für Fahrgäste
Viele Fahrgäste hatten bereits Tickets erworben. Diese werden nun vollständig zurückerstattet. Die SBB kündigten an, betroffene Reisende in den kommenden Tagen direkt zu informieren. Der Nachtzugbetrieb zwischen Basel und Malmö wird vorerst nicht aufgenommen.
Die Entscheidung trifft nicht nur Reisende, sondern auch die Bahnbranche, die in Europa den Ausbau nachhaltiger Nachtverbindungen verfolgt. Wer weiterhin umweltfreundlich reisen möchte, kann Alternativen wie grenzüberschreitende Tageszüge oder Fahrradrouten in Betracht ziehen – etwa die Strecken, die in Fahrradtouren rund um Freiburg vorgestellt werden.
Trotz der Absage bleibt das Thema Nachtzug ein Symbol für nachhaltige Mobilität in Europa. Ob ein neuer Anlauf folgt, hängt von künftigen politischen Entscheidungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.
Quelle: SWR
FAQ
Warum wurde der Nachtzug Basel–Malmö gestrichen?
Der Nachtzug wurde gestrichen, weil beide Kammern des Schweizer Parlaments den Zuschuss von 10 Millionen Franken ablehnten. Ohne diese finanzielle Unterstützung ist der Betrieb wirtschaftlich nicht möglich.
Wann sollte der Nachtzug Basel–Malmö ursprünglich starten?
Der Nachtzug sollte im April starten und dreimal pro Woche zwischen Basel und Malmö verkehren.
Welche Städte sollten auf der Strecke liegen?
Die geplante Strecke führte über Freiburg, Karlsruhe, Hamburg und das dänische Odense bis nach Malmö in Schweden.
Was passiert mit bereits gekauften Tickets?
Fahrgäste, die bereits Tickets gekauft haben, erhalten den vollen Kaufpreis zurück. Die SBB informiert die betroffenen Kunden direkt.
Wer war für das Projekt verantwortlich?
Das Projekt wurde von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) geplant. CEO Vincent Ducrot äußerte sich mehrfach zum Thema Nachtzugverkehr.
Gab es bereits ähnliche Projekte in Basel?
Ja, ähnliche Initiativen wurden schon früher in Basel diskutiert. Eine Übersicht über neue Entwicklungen im Bahnverkehr findet sich unter Nachtzug Basel–Malmö startet 2026.
Wie viele Passagiere sollte der Zug befördern?
Der Nachtzug sollte Platz für rund 350 Reisende bieten, inklusive Schlaf-, Liege- und Sitzwagen sowie barrierefreiem Abteil.
Welche Alternativen gibt es für Reisende?
Reisende können auf Tageszüge oder nachhaltige Alternativen wie Fahrradrouten zurückgreifen, beispielsweise die in Fahrradtouren rund um Freiburg vorgestellten Strecken.
