Beste kämpft um Spielzeit
Beste kämpft um Spielzeit, pixabay/Foto illustrativ

Sein markanter Rauschebart fällt sofort ins Auge, doch auf dem Platz war Jan-Niklas Beste in Freiburg bisher kaum präsent. Der Flügelspieler will das nun ändern. Eine neue Position könnte helfen.

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Schwieriger Start nach Wechsel aus Lissabon

Jan-Niklas Beste kam im Januar vom portugiesischen Spitzenklub Benfica Lissabon zum SC Freiburg. Die Erwartungen an den früheren Heidenheimer waren groß. Doch in der Rückrunde der Bundesliga 2024 blieb sein Durchbruch aus. Der 26-Jährige wurde zwölfmal eingewechselt, stand jedoch nie in der Startelf. Tore erzielte er keine, lediglich eine Vorlage gelang ihm beim 5:0-Erfolg gegen Bremen.

"Schwierig, wie es gelaufen ist", kommentierte Beste seine erste Freiburger Halbserie. Sein Anspruch an sich selbst sei hoch. Trotzdem lobte er die Entwicklung der Mannschaft: Freiburg beendete die Saison auf Platz 5. Auch das Umfeld stimmt für ihn: "Familiär fühlen wir uns sehr wohl", erklärte er über das Leben in der Stadt.

Heidenheimer Glanzleistung bleibt Maßstab

Die aktuelle Situation steht im starken Kontrast zur Vorsaison. Beim 1. FC Heidenheim war Beste Leistungsträger. Mit acht Treffern und 13 Assists in 31 Spielen trug er maßgeblich zum sensationellen achten Tabellenplatz und zur Qualifikation für die Conference League bei.

Seine gefährlichen Standardsituationen waren gefürchtet. Ob Freistöße oder Eckbälle – Beste war im Dress des FCH regelmäßig spielentscheidend. Im Vergleich dazu sei das System in Freiburg anders. „In Heidenheim spielten wir viel über Konter und Flanken“, erklärte er. In Freiburg spiele man mit inversen Flügelspielern, was Umgewöhnung erfordere.

Kurzes Kapitel in Portugal

Nach den Erfolgen in Heidenheim wagte Beste im Sommer 2023 den nächsten Karriereschritt. Für rund 8 Millionen Euro wechselte er zu Benfica Lissabon. Doch das Abenteuer an der Atlantikküste verlief nicht wie erhofft. Nur 13 Einsätze reichten nicht, um sich dort zu etablieren. Im Januar 2024 kehrte er zurück in die Bundesliga.

Beim SC Freiburg traf er auf seinen früheren Teamkollegen Eren Dinkci. Die beiden teilen sich dort nun erneut ein Zimmer. Beste beschreibt die Zusammenarbeit als freundschaftlich und vertraut. Auch das Trainerteam um Julian Schuster plant langfristig mit dem gebürtigen Westfalen.

Chancen auf der rechten Außenbahn

Um der starken Konkurrenz auf der linken Seite auszuweichen, könnte Beste künftig auf rechts zum Einsatz kommen. Dort wäre ein Platz frei, sollte der Wechsel von Ritsu Doan zu Eintracht Frankfurt zustande kommen. Noch ist dieser Transfer nicht vollzogen.

Jan-Niklas Beste ist hochmotiviert. Er will sich für mehr Spielzeit empfehlen. In der Sommervorbereitung zeigte er sich fit und einsatzbereit. "Jetzt heißt es: Gas geben und Minuten sammeln", sagte er. Ziel ist es, wieder Scorerpunkte wie in Heidenheim zu sammeln. Das würde auch sein Selbstvertrauen stärken.

Der SC Freiburg setzt auf Jan-Niklas Beste – womöglich auf ungewohnter Position. Nach schwierigen Monaten bietet sich für ihn nun eine neue Chance, in der Bundesliga wieder Fuß zu fassen.

Quelle: SWR