Gerettete Welpen in sicherer Obhut des Tierheims
Gerettete Welpen in sicherer Obhut des Tierheims, Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Ein Zeugenhinweis führte nahe Freiburg zu einem erschütternden Fund. In zwei Transportern entdeckte die Polizei sieben stark abgemagerte Welpen. Die Tiere wurden unter schlechten Bedingungen transportiert, ohne Wasser, Futter und ausreichenden Platz.

Inhaltsverzeichnis:

Polizei Freiburg stoppt Transporter auf der Autobahn

Ein Autofahrer bemerkte vor rund einer Woche auf einem Parkplatz zwischen den Anschlussstellen Freiburg-Mitte und Freiburg-Süd zwei verdächtige Fahrzeuge. Er informierte die Polizei. Kurz darauf stoppte die Verkehrspolizei gemeinsam mit der Diensthundestaffel die beiden Transporter auf der Autobahn. Der Einsatz bestätigte den Verdacht.

In den Fahrzeugen befanden sich sieben Hundewelpen. Sechs Tiere waren in stark verschmutzten, zu kleinen Boxen eingepfercht. Ein weiterer Welpe wurde in einer Tasche gefunden, die kaum Bewegung erlaubte. Die Polizei berichtete am Montag über die Einzelheiten. Keiner der Hunde war gechipt oder gegen Tollwut geimpft.

Weitere Informationen zu ähnlichen Einsätzen in der Region finden Sie unter wie sicher ist Freiburg.

Herkunft aus Moldau und Ziel Frankreich

Nach bisherigen Ermittlungen kamen die Tiere aus Moldau und sollten nach Frankreich gebracht werden. Die Polizei geht von einem mutmaßlich illegalen Welpenhandel aus. Die vorgeschriebene Quarantänezeit von vier Monaten, die für Tiere aus Drittstaaten gilt, wurde nicht eingehalten. Außerdem fehlten amtstierärztliche Gesundheitszeugnisse.

Solche Fälle sind nicht neu. Auch in anderen Regionen Baden-Württembergs häufen sich Berichte über Tiertransporte mit fehlenden Papieren und Impfungen. Das zeigt, wie groß der Markt für illegale Tierimporte weiterhin ist.

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Veterinäramt Freiburg übernimmt Betreuung

Das Veterinäramt stellte die sieben Hunde sicher. Sie wurden in ein Tierheim gebracht und dort unter amtliche Quarantäne gestellt. Gegen die mutmaßlichen Händler wurden Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutz- und Tiergesundheitsrecht eingeleitet. Die Behörden prüfen nun, ob auch strafrechtliche Ermittlungen folgen.

Die Tiere werden in der Quarantäne medizinisch untersucht, geimpft und beobachtet. Erst nach Ablauf der vorgeschriebenen Fristen können sie möglicherweise an neue Halter vermittelt werden.

Zur Situation in der Region und zu weiteren Einsätzen der Polizei lesen Sie mehr hier.

Konsequenzen für die Tierhändler

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen den Verantwortlichen hohe Strafen. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz können Bußgelder bis zu 25.000 Euro nach sich ziehen. Zudem können Tierhalteverbote ausgesprochen werden. Die Polizei Freiburg arbeitet eng mit den Veterinärbehörden und europäischen Partnern zusammen, um den illegalen Handel aufzudecken.

Die Rettung der sieben Welpen zeigt, wie wichtig aufmerksame Bürgerinnen und Bürger sind. Ihr rechtzeitiger Hinweis ermöglichte es, das Leiden der Tiere zu beenden und weitere Transporte zu verhindern.

Quelle: SWR