Eröffnung Traumazentrum Lwiw
Eröffnung Traumazentrum Lwiw, pixabay/Foto illustrativ

In der ukrainischen Partnerstadt Lwiw wurde am Montag der Grundstein für ein neues Traumazentrum gelegt. Freiburg unterstützt den Bau mit einer Million Euro, wovon ein großer Teil aus Spenden der Stadtbevölkerung stammt. Oberbürgermeister Martin Horn reiste persönlich zur Zeremonie, um gemeinsam mit Lwiws Stadtoberhaupt Andrij Sadowyj den symbolischen Baubeginn zu begleiten.

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Martin Horn und Andrij Sadowyj legen Grundstein

Das Traumazentrum wird im ehemaligen Heizwerk „Maisternia“ entstehen, das zuvor lange leer stand. Die Gebäude werden umfassend renoviert und für therapeutische Angebote umgebaut. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Kunsttherapie für kriegstraumatisierte Soldatinnen und Soldaten
  • Workshops und Vorträge
  • Fachbibliothek
  • Ateliers für Bildhauerei und Keramik

Horn zeigte sich bei seinem Aufenthalt tief bewegt. Er berichtete von zahlreichen Begegnungen mit Menschen, die Angehörige verloren haben. Trotzdem erlebe er in Lwiw Hoffnung und Tatkraft.

Teil des größten Rehabilitationszentrums der Ukraine

Das „Maisternia“-Zentrum wird in das bereits bestehende Rehabilitationszentrum „Unbroken“ integriert. Dieses gilt als das größte seiner Art in der Ukraine und versorgt seit 2022 etwa 20.000 Kriegsverletzte. Neben medizinischer Behandlung gibt es dort eine Werkstatt, in der Prothesen gefertigt werden. Freiburg hatte „Unbroken“ bereits vor drei Jahren mit 500.000 Euro unterstützt.

Lwiw als sicherer Zufluchtsort

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind etwa 250.000 Geflüchtete nach Lwiw gekommen. Die Stadt gilt im Vergleich zu anderen Regionen der Ukraine als relativ sicher. Die Partnerschaft zwischen Freiburg und Lwiw besteht seit 1989. Seit Kriegsbeginn hat sich die Zusammenarbeit deutlich intensiviert, was sich nun auch in der Unterstützung des neuen Traumazentrums widerspiegelt.

Finanzierung durch Spenden und städtische Mittel

Die aktuelle Million Euro für das Projekt stammt sowohl aus Spendenaktionen der Freiburger Bevölkerung als auch aus städtischen Geldern. Ziel ist es, Menschen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu helfen. Mit dem Bau von „Maisternia“ wird ein weiterer wichtiger Schritt für die psychologische Betreuung von Kriegsbetroffenen in Lwiw umgesetzt.

Quelle: SWR