Ein sonniger Tag brachte in Freiburg Hunderte Menschen zusammen. Ukrainerinnen und Ukrainer begingen dort den Unabhängigkeitstag ihrer Heimat. Trotz Krieg, Zerstörung und unzähligen Opfern zeigte die Gemeinschaft ihre Stärke und ihren Zusammenhalt. Auf dem Platz der Alten Synagoge wehten Fahnen in Blau und Gelb, traditionelle Kleidung prägte das Bild.
Inhaltsverzeichnis:
- Platz der Alten Synagoge in Freiburg
- Reden von Chantal Kopf und Oksana Vyhovska
- Wolodymyr Selenskyj in Kiew
- Glückwünsche aus aller Welt
- Krieg und Folgen
Platz der Alten Synagoge in Freiburg
Rund 5.000 Ukrainerinnen und Ukrainer leben derzeit in Freiburg. Viele von ihnen nahmen an der Feier teil. Das Programm war vielfältig. Dazu gehörten:
- Konzerte mit ukrainischer Musik
- Auftritte von Solistinnen, Solisten und Chören
- Reden offizieller Gäste
Frauen in Vyshyvankas, den bestickten Hemden, zeigten Jahrhunderte alte Tradition. Oksana Vyhovska, Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Gesellschaft, erschien in blauem Rock und gelbem Oberteil. Sie betonte die Bedeutung des Nationalfeiertags.
Reden von Chantal Kopf und Oksana Vyhovska
Die Bundestagsabgeordnete Chantal Kopf bekräftigte Freiburgs Solidarität mit der Ukraine. Sie warnte vor den Folgen einer Niederlage. Ein Zusammenbruch der Ukraine hätte auch Auswirkungen auf Europa.
Oksana Vyhovska erklärte, dass die Feier nicht nur an die Unabhängigkeit erinnere. Sie sei auch ein Zeichen des Lebenswillens. Trotz Krieg wolle die Gemeinschaft zeigen, dass sie frei und fröhlich bleibe.
Wolodymyr Selenskyj in Kiew
Am 24. August 1991 erklärte das Parlament in Kiew die Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Präsident Wolodymyr Selenskyj erinnerte an dieses Datum und versprach eine sichere und friedliche Zukunft. In einer Ansprache vor dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew betonte er die Symbolkraft der Freiheitsstatue auf dem Maidan.
Selenskyj sprach über die täglichen Luftangriffe Russlands auf zivile Einrichtungen. Krankenhäuser und Schulen seien weiterhin bedroht. Die Ukraine reagiere mit Angriffen auf Treibstofflager und Militärflugplätze in Russland.
Glückwünsche aus aller Welt
Zum Jahrestag reisten mehrere Staatschefs und Vertreter nach Kiew. Darunter waren der kanadische Premierminister Mark Carney und der US-Sondergesandte Keith Kellog.
In seiner Rede dankte Selenskyj auch weiteren Persönlichkeiten:
- US-Präsident Donald Trump
- Chinas Präsident Xi Jinping
- König Charles aus Großbritannien
- Papst Leo XIV
Er betonte, dass die Ukraine ihre Unabhängigkeit gesichert habe und nicht als Opfer, sondern als Kämpfer auftrete.
Krieg und Folgen
Russland kontrolliert derzeit rund 20 Prozent des ukrainischen Territoriums, einschließlich der 2014 annektierten Krim. Millionen Menschen mussten fliehen. Städte und Dörfer im Osten und Süden sind schwer beschädigt. Die genaue Zahl der Opfer bleibt unklar.
Trotz dieser Lage hielten die Menschen in Freiburg an Musik, Tanz und Gemeinschaft fest. Ihr Fest wurde zu einem sichtbaren Zeichen für Freiheit und Zusammenhalt.
Quelle: SWR
