Über 70 Konzerte, ein starkes Frauenprogramm und volle Zelte: Das 41. Zelt-Musik-Festival Freiburg beginnt mit großen Erwartungen und ersten Erfolgen. Die Veranstalter blicken auf einen starken Vorverkauf – 14 Veranstaltungen sind bereits ausverkauft. Trotz logistischer Herausforderungen durch die Großbaustelle Dietenbach hofft das Festival auf einen neuen Besucherrekord.
Inhaltsverzeichnis:
- GReeeN, Amy Macdonald und Patti Smith sorgen für ausverkaufte Abende
- Starke Bühnenpräsenz internationaler Künstlerinnen
- Programmvielfalt und Preisstaffelung für jedes Publikum
- Baustelle Dietenbach beeinflusst Festivalgelände
GReeeN, Amy Macdonald und Patti Smith sorgen für ausverkaufte Abende
Am Mittwochabend beginnt das Festival mit einem Konzert des Mannheimer Musikers GReeeN. Er bringt Reggae, Hip-Hop und karibische Rhythmen nach Freiburg. Mit über 45.000 verkauften Tickets ist das Festival auf dem besten Weg, den Besucherrekord von 2022 zu übertreffen. Damals waren es 50.000 Eintrittskarten.
14 Shows sind bereits restlos ausverkauft. Dazu gehören:
- Alle drei Zaubershows von Sigfried und Joy
- Die Konzerte von Gianna Nannini, Amy Macdonald, Lea, Patti Smith und Anastacia
- Auftritte der Bands The Hooters, Les Yeux d'la Tête und Beatsteaks
Im ausverkauften Zirkuszelt treten unter anderem Amy Macdonald und Lea auf – dieses Jahr erstmals unter einer neuen, auffällig roten Zeltplane.
Starke Bühnenpräsenz internationaler Künstlerinnen
Frauen dominieren in diesem Jahr viele Hauptbühnen des ZMF – ein bewusst gesetztes Zeichen gegen ihre Unterrepräsentation in der Festivalbranche. Das Programm bietet Auftritte von internationalen Größen wie:
- Anastacia
- Punk-Legende Patti Smith
- Jazz-Ikone Dee Dee Bridgewater
- Weltstar Angélique Kidjo, die auch bei der Wiedereröffnung der Kathedrale Notre-Dame in Paris sang
Diese Besetzung ist eine Premiere in der Geschichte des ZMF. Die Festivalleitung sieht in der Vielfalt der Künstlerinnen ein zentrales Element der Programmgestaltung 2025.
Programmvielfalt und Preisstaffelung für jedes Publikum
Der Eintritt zum Festivalgelände ist auch dieses Jahr kostenfrei. Große Shows kosten über 70 Euro, kleinere Formate rund die Hälfte. Für viele Konzerte auf den Nebenbühnen und im Bereich der Kleinkunst ist kein Ticket notwendig.
Das Land Baden-Württemberg fördert das ZMF mit 60.000 Euro. Diese Summe fließt vor allem in das kostenlose Rahmenprogramm für Kinder, Jugendliche und Familien. Weitere Unterstützer sind:
- Die Stadt Freiburg
- Der Förderverein ZMF
- Zahlreiche regionale Sponsoren
Besonders gefragt sind genreübergreifende Konzerte. Die österreichische Künstlerin Soap&Skin tritt mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg unter der Leitung von André de Ridder auf. Das ZMF bietet:
- Jazz, Pop und Klassik
- Kinder- und Jugendangebote
- Freie Theater- und Zirkusshows
- Begegnungen mit internationalen Musikerinnen
Das Gesamtbudget des Festivals liegt bei über drei Millionen Euro. Der Anteil der öffentlichen Förderung beträgt weniger als fünf Prozent. Einnahmen aus dem Kartenverkauf und dem Parkplatzbetrieb bleiben damit entscheidend für die Finanzierung.
Baustelle Dietenbach beeinflusst Festivalgelände
Die Erschließung des neuen Freiburger Stadtteils Dietenbach sorgt für logistische Veränderungen rund um das Festival. Die Straße zum Mundenhof musste verlegt und erhöht werden. Sie ist nun als Damm ausgebaut.
ZMF-Geschäftsführer Dieter Pfaff sieht darin ein Risiko: Mehr als 100 Parkplätze auf der angrenzenden Wiese könnten bei Regen unbrauchbar werden. Das würde Einnahmeverluste bedeuten. Die Festivalleitung empfiehlt daher:
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- Nutzung von Fahrrädern
- Park & Ride ab der Munzinger Straße mit Shuttlebussen
Alle Eintrittskarten gelten ab drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn als Fahrkarte im gesamten RVF-Verkehrsnetz. Diese Maßnahme soll Besucherströme entlasten und Engpässe auf dem Gelände vermeiden helfen.
Trotz der Herausforderungen erwarten die Veranstalter ein erfolgreiches Festival mit hoher Besucherzahl, starker Bühnenpräsenz von Künstlerinnen und einem breit gefächerten Programm.
Quelle: SWR
