Regen, Baustellen und Pfützen – das 41. Zelt-Musik-Festival in Freiburg war eine Herausforderung für Veranstalter und Publikum. Trotz erschwerter Bedingungen zeigt sich die Geschäftsführung zufrieden. Mit 18 ausverkauften Veranstaltungen und knapp 90.000 Besuchern gehört die Ausgabe 2025 zu den erfolgreicheren des Traditionsfestivals.
Inhaltsverzeichnis:
- Amy Macdonald und Willy Astor begeistern zum Schluss
- Schweizer und österreichische Acts ziehen Publikum
- Wetter sorgt für Umsatzeinbruch
- Baustellen führen zu Staus und Parkplatzmangel
Amy Macdonald und Willy Astor begeistern zum Schluss
Das Festival endete mit zwei ausverkauften Auftritten: Amy Macdonald und Willy Astor sorgten am letzten Sonntag für volle Zelte. Insgesamt zog das Festival, das 19 Tage auf dem Gelände des Freiburger Mundenhof stattfand, knapp 90.000 Menschen an.
Veranstaltet wurden rund 160 Events mit etwa 1.000 Künstlerinnen und Künstlern. Darunter große Namen wie Patti Smith, Beatsteaks, Gianna Nannini und die US-Sängerin Anastacia, die ihren krankheitsbedingt verschobenen Auftritt aus dem Vorjahr nachholte. Besonders gefeiert wurden außerdem das Duo Kruder & Dorfmeister und die Clubnacht am Samstag, wie Geschäftsführerin Hanna Teepe berichtete.
Schweizer und österreichische Acts ziehen Publikum
Vier weitere Konzerte waren ausverkauft: Cari Cari aus Österreich, die Schweizer Indie-Folkband Black Sea Dahu sowie Amy Macdonald und Willy Astor. Besonders gut kamen laut Teepe auch die Konzerte der Rockikonen Patti Smith und Gianna Nannini an.
Die Festivalbesucher konnten sich an über 100 Stunden Programm erfreuen, darunter Konzerte, Kleinkunst und Mitmachaktionen. Das bedeutet fast vier durchgehende Tage voller Kultur.
Wetter sorgt für Umsatzeinbruch
Das Wetter war wechselhaft, viele Tage waren verregnet. Dadurch blieben Besucher oft länger fern oder verließen das Gelände früher. Nur wenige Veranstaltungen mussten wetterbedingt ins Zelt verlegt werden, jedoch machte sich der Regen besonders in der Gastronomie bemerkbar.
Laut Teepe war der Umsatz an Essens- und Getränkeständen „deutlich schlechter“ als in den Vorjahren. Die exakten Zahlen stehen noch aus, jedoch gleichen die guten Ticketverkäufe einen Teil der Verluste aus. Zudem spielt öffentliche Förderung eine zentrale Rolle für die künftige finanzielle Stabilität.
Baustellen führen zu Staus und Parkplatzmangel
Die Baustellen rund um den neuen Stadtteil Dietenbach führten zu logistischen Problemen. Der Veranstalter musste auf alternative Parkflächen ausweichen. Immer wieder kam es zu Verkehrsstaus, mit Wartezeiten bis zu 30 Minuten. Teepe sieht in der Verkehrsführung Verbesserungsbedarf.
Besonders im Hinblick auf künftige Bauabschnitte in Dietenbach sieht die Festivalleitung mögliche Herausforderungen. Noch gibt es keine direkten Einschränkungen, doch ein möglicher Programmstopp um 22 Uhr – zugunsten neuer Anwohner – wird bereits diskutiert.
Die Geschäftsführung hofft auf eine langfristige Lösung in Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg, um das Festival trotz wachsender Bebauung zu sichern. Ziel sei eine gemeinsame Zukunft – sowohl auf dem Gelände als auch bei der Programmgestaltung.
Quelle: SWR, YouTube
