Der Sommer 2025 zeigte sich in Südbaden launisch. Nach einem heißen Start in die Saison mit Temperaturen über 30 Grad folgten Wochen mit Regen und kühleren Tagen. Dennoch zog es Hunderttausende in die Freibäder der Region. Mit dem Ende der Saison Ende September ist nun Zeit für eine Bilanz. In mehreren Städten zeigt sich ein deutliches Besucherplus, während andere Orte wetterbedingt Rückgänge verzeichnen mussten.
Inhaltsverzeichnis:
- Freiburger Bäder erreichen neuen Besucherrekord
- Emmendinger Freibad stabil mit 130.000 Gästen
- Rückgang in Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen
- Besucherzahlen in Lörrach und Weil am Rhein leicht gesunken
- Donaueschinger Frühschwimmer bleiben treu
- Erfolgreiche Saison in Villingen-Schwenningen
- Offenburger Bäder ziehen positives Fazit
Freiburger Bäder erreichen neuen Besucherrekord
Freiburg verzeichnete mit rund 377.000 Besucherinnen und Besuchern den höchsten Wert seiner Geschichte. Das sind etwa 30.000 mehr als im Sommer 2024. Besonders stark frequentiert war das Strandbad in Littenweiler. Am 22. Juni kamen fast 7.500 Menschen – der stärkste Tag der gesamten Saison. Die Stadt teilte mit, dass die Hitzewellen im Mai und Juni einen erheblichen Anteil am Erfolg hatten.
Auch das Freibad West profitierte von einem neuen Außenbereich, der Mitte August eröffnet wurde. In nur sechs Wochen kamen dort über 27.000 Badegäste. Die Freibäder in Freiburg erreichten bereits Anfang August bei einer Zwischenbilanz Rekordwerte.
Wichtige Kennzahlen der Freiburger Bäder 2025:
- Gesamtbesucherzahl: 377.000
- Spitzenwert am 22. Juni: 7.500 Gäste
- Neuer Außenbereich im Westbad: 27.000 Besucher in 6 Wochen
- Steigerung gegenüber 2024: +30.000 Personen
Emmendinger Freibad stabil mit 130.000 Gästen
Das Freibad über der Elz in Emmendingen erreichte eine ähnliche Besucherzahl wie im Vorjahr. Etwa 130.000 Menschen nutzten das Bad während der Saison. Laut Stadtwerken war das wechselhafte Wetter kein Hindernis. Die warmen Wochen im Juni und Anfang August glichen kühlere Phasen aus.
Die Verantwortlichen äußerten Zufriedenheit mit der stabilen Entwicklung. Besonders Familien und Schulgruppen nutzten das Bad regelmäßig. Emmendingen bestätigt damit den positiven Trend der vergangenen Jahre, ohne jedoch Rekordwerte zu erreichen.
Rückgang in Waldshut-Tiengen und Bad Säckingen
In der Doppelstadt Waldshut-Tiengen fiel die Saison weniger erfreulich aus. Die Besucherzahlen sanken um etwa 40 Prozent im Vergleich zum Sommer 2024. Grund dafür war der verregnete Juli, der einen starken Juni nicht ausgleichen konnte. Insgesamt wurden knapp 73.000 Badegäste gezählt, im Vorjahr waren es fast 79.000.
Laut Bäderleiter Dietmar Borenski traf der Rückgang alle drei Freibäder der Region – das Waldbad in Bad Säckingen sowie die beiden Anlagen in Waldshut-Tiengen. Trotz der geringeren Zahlen wurde ein neues Konzept erfolgreich umgesetzt: Wer wegen Regen das Freibad verlassen musste, konnte mit derselben Eintrittskarte ins Hallenbad wechseln.
Das neue Schlechtwetter-Angebot wurde von rund 1.300 Personen genutzt. Diese Möglichkeit soll auch in der kommenden Saison beibehalten werden, da sie bei den Badegästen auf positive Resonanz stieß.
Besucherzahlen in Lörrach und Weil am Rhein leicht gesunken
Das Parkschwimmbad Lörrach zählte in diesem Jahr rund 62.000 Besucherinnen und Besucher. Damit kamen etwa 6.000 Menschen weniger als im Vorjahr. Auch in Weil am Rhein gingen die Zahlen leicht zurück: Fast 40.000 Badegäste bedeuten ein Minus von rund zehn Prozent gegenüber 2024.
Beide Städte führten zu Saisonbeginn eine neue Badekleiderordnung ein. Weite, lange Badehosen wurden verboten. Laut Betreibern hatte diese Regelung jedoch keinen Einfluss auf die Besucherzahlen. Der Rückgang wird vielmehr auf die regnerischen Monate Juli bis September zurückgeführt.
Fakten zu den Bädern in Lörrach und Weil am Rhein:
- Lörrach: 62.000 Besucher (–6.000 im Vergleich zu 2024)
- Weil am Rhein: knapp 40.000 Besucher (–10 %)
- Saisonstart: eine Woche später als Lörrach
- Neuerung: strengere Badekleiderordnung
Donaueschinger Frühschwimmer bleiben treu
In den Donaueschinger Ortsteilen Hubertshofen und Wolterdingen zeigte sich ein konstantes Besucherinteresse. Das Freibad in Hubertshofen zählte rund 4.000 Gäste, in Wolterdingen knapp 10.400. Besonders beliebt waren die Frühschwimmzeiten, die von einer festen Gruppe genutzt wurden.
Die Stadt lobte die Treue der Badegäste und kündigte an, das Angebot für Frühaufsteher im nächsten Jahr fortzuführen. Trotz der begrenzten Kapazitäten gelten die kleinen Bäder als wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens.
Erfolgreiche Saison in Villingen-Schwenningen
Das Villinger Freibad verzeichnete in nur 16 Wochen über 49.000 Besucherinnen und Besucher. Damit gehört die Saison 2025 zu den besten der letzten Jahre. Besonders stark war der Monat Juni mit 21.300 Gästen.
Bäder-Geschäftsführer Gregor Gülpen zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. Die hohen Besucherzahlen und der reibungslose Betrieb bestätigten die Erwartungen. Bemerkenswert ist, dass die gesamte Saison ohne größere Zwischenfälle verlief.
Offenburger Bäder ziehen positives Fazit
Das Freizeitbad Stegermatt in Offenburg konnte seine Besucherzahlen steigern. Rund 206.000 Menschen nutzten das Freibad im Sommer 2025 – mehr als im Vorjahr. Anders sah es am Gifizsee aus, wo die Stadt einen Rückgang verzeichnete. Hauptgrund waren zahlreiche Regentage, die viele potenzielle Besucher abschreckten.
Trotzdem äußerten sich die Stadtwerke zufrieden. Das Interesse an den Anlagen bleibe hoch, und geplante Modernisierungen sollen den Komfort im kommenden Jahr weiter verbessern.
Die Badesaison 2025 in Südbaden war geprägt von Wetterextremen, aber auch von Rekorden. Während Orte wie Freiburg und Villingen-Schwenningen Spitzenwerte erzielten, mussten andere Regionen Einbußen hinnehmen. Die Bilanz zeigt jedoch: Trotz wechselhafter Bedingungen bleibt das Freibad ein fester Bestandteil des Sommers in Baden-Württemberg.
Quelle: SWR, YouTube
