Freiburger Forscher mit Spaß-Nobelpreis
Freiburger Forscher mit Spaß-Nobelpreis, Pixabay/Foto illustrativ

Zwei Psychologen der Universität Freiburg erhielten in Boston den Spaß-Nobelpreis. Sie untersuchten, ob Alkohol die Aussprache in einer Fremdsprache verbessern kann. Die Studie zeigte einen messbaren Effekt, warnte jedoch vor falschen Schlüssen.

Inhaltsverzeichnis:

Jessica Werthmann und Fritz Renner in Boston geehrt

Das Forschungsteam um Jessica Werthmann und Fritz Renner nahm die Auszeichnung in den USA entgegen. Die Preisverleihung fand in Boston statt. Vergeben wurden zehn Preise für außergewöhnliche Forschungsarbeiten. Die Spaß-Nobelpreise gibt es seit 35 Jahren. Sie werden für Studien verliehen, die „erst zum Lachen und dann zum Denken anregen“.

Studie mit Studierenden in Maastricht

Die Untersuchung wurde vor acht Jahren in Maastricht durchgeführt. Daran nahmen 50 deutsche Studierende teil.

  • Eine Gruppe erhielt einen Wodka mit Bitter Lemon.
  • Die andere Gruppe bekam nur Wasser.

Anschließend führten die Teilnehmenden kurze Gespräche auf Niederländisch. Muttersprachler bewerteten die Aussprache. Die Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe mit Alkohol besser abschnitt. Die Studierenden überschätzten sich dabei nicht.

Studie mit Studierenden in Maastricht
Studie mit Studierenden in Maastricht, Pixabay/Foto illustrativ

Ursprung der Idee in Wien

Die erste Idee entstand 2013. Nach einer internationalen Tagung traf sich das Team in einer Bar in Wien. Dort stellte man fest, dass Gespräche auf Englisch nach etwas Alkohol leichter fielen. Daraus entwickelte sich die spätere Untersuchung.

Forschungsschwerpunkt an der Universität Freiburg

Jessica Werthmann arbeitet normalerweise an neuen Therapiemöglichkeiten für Essstörungen. Fritz Renner beschäftigt sich vor allem mit Depressionen. Beide betonen, dass ihre Studie keine Empfehlung zum Alkoholkonsum darstellt. Der Effekt trat nur bei einer moderaten Menge auf.

Spaß-Nobelpreise seit 35 Jahren

Die undotierten Preise werden von einer Fachzeitschrift für kuriose Forschung vergeben. In diesem Jahr wurden zehn Arbeiten ausgezeichnet. Die Studie von Werthmann und Renner löste international viele positive Reaktionen aus.

Quelle: SWR