Zwei Psychologen der Universität Freiburg erhielten in Boston den Spaß-Nobelpreis. Sie untersuchten, ob Alkohol die Aussprache in einer Fremdsprache verbessern kann. Die Studie zeigte einen messbaren Effekt, warnte jedoch vor falschen Schlüssen.
Inhaltsverzeichnis:
- Jessica Werthmann und Fritz Renner in Boston geehrt
- Studie mit Studierenden in Maastricht
- Ursprung der Idee in Wien
- Forschungsschwerpunkt an der Universität Freiburg
- Spaß-Nobelpreise seit 35 Jahren
Jessica Werthmann und Fritz Renner in Boston geehrt
Das Forschungsteam um Jessica Werthmann und Fritz Renner nahm die Auszeichnung in den USA entgegen. Die Preisverleihung fand in Boston statt. Vergeben wurden zehn Preise für außergewöhnliche Forschungsarbeiten. Die Spaß-Nobelpreise gibt es seit 35 Jahren. Sie werden für Studien verliehen, die „erst zum Lachen und dann zum Denken anregen“.
Studie mit Studierenden in Maastricht
Die Untersuchung wurde vor acht Jahren in Maastricht durchgeführt. Daran nahmen 50 deutsche Studierende teil.
- Eine Gruppe erhielt einen Wodka mit Bitter Lemon.
- Die andere Gruppe bekam nur Wasser.
Anschließend führten die Teilnehmenden kurze Gespräche auf Niederländisch. Muttersprachler bewerteten die Aussprache. Die Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe mit Alkohol besser abschnitt. Die Studierenden überschätzten sich dabei nicht.
Ursprung der Idee in Wien
Die erste Idee entstand 2013. Nach einer internationalen Tagung traf sich das Team in einer Bar in Wien. Dort stellte man fest, dass Gespräche auf Englisch nach etwas Alkohol leichter fielen. Daraus entwickelte sich die spätere Untersuchung.
Forschungsschwerpunkt an der Universität Freiburg
Jessica Werthmann arbeitet normalerweise an neuen Therapiemöglichkeiten für Essstörungen. Fritz Renner beschäftigt sich vor allem mit Depressionen. Beide betonen, dass ihre Studie keine Empfehlung zum Alkoholkonsum darstellt. Der Effekt trat nur bei einer moderaten Menge auf.
Spaß-Nobelpreise seit 35 Jahren
Die undotierten Preise werden von einer Fachzeitschrift für kuriose Forschung vergeben. In diesem Jahr wurden zehn Arbeiten ausgezeichnet. Die Studie von Werthmann und Renner löste international viele positive Reaktionen aus.
Quelle: SWR
