Seit Montagmittag rollt der Bahnverkehr auf der wichtigen Rheintalstrecke zwischen Freiburg und Basel wieder ohne Einschränkungen. Am Sonntag hatten kurzfristige Bauarbeiten den Betrieb massiv gestört und für zahlreiche gestrandete Fahrgäste gesorgt.
Inhaltsverzeichnis:
- Probleme zwischen Freiburg und Basel
- Bauarbeiten bei Heitersheim und Rheinweiler
- Organisation am Freiburger Hauptbahnhof
- Kritik von Reisenden
- Entschuldigung der Deutschen Bahn
Probleme zwischen Freiburg und Basel
Am Sonntagmorgen war der Abschnitt zwischen Freiburg und Basel nur eingleisig befahrbar. Laut Deutscher Bahn führte dies zu Verspätungen, Zugausfällen und Gleisänderungen. Besonders betroffen waren:
- die Linie RE 7 zwischen Freiburg und Basel Bad Bahnhof
- die Linie RB 27 zwischen Müllheim und Neuenburg
Bis etwa 10 Uhr kam es auf diesen Strecken zu erheblichen Problemen. Als Ersatz standen Busse zwischen Müllheim und Neuenburg bereit. Erst ab 12 Uhr normalisierte sich der Verkehr wieder.
Bauarbeiten bei Heitersheim und Rheinweiler
Ursache der Störungen waren kurzfristige Bauarbeiten zwischen Heitersheim im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Rheinweiler im Kreis Lörrach. Nach Angaben einer Bahnsprecherin verlängerte ein Software-Update die Arbeiten unerwartet. Damit konnten sie nicht wie vorgesehen in der Nacht abgeschlossen werden.
Hinzu kam ein Notarzteinsatz. Deshalb musste die Sperrung für rund zwei Stunden auf die Strecke Karlsruhe–Basel ausgeweitet werden. Hunderte Reisende warteten am Freiburger Hauptbahnhof in der Mittagshitze.
Organisation am Freiburger Hauptbahnhof
Am Freiburger Hauptbahnhof herrschte Unübersichtlichkeit. Paare und Familien mit Gepäck oder Fahrrädern wollten in den Urlaub starten, konnten aber nicht weiterfahren. Viele kritisierten die mangelhafte Organisation der Ersatzbusse.
Polizei, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst halfen vor Ort. Sie koordinierten den Übergang zum Ersatzverkehr und verteilten Wasser an die Wartenden. Laut Polizei blieb die Situation ruhig, auch wenn die Integrierte Leitstelle von vereinzelten medizinischen Einsätzen berichtete.
Kritik von Reisenden
Einige Betroffene schilderten ihre Erlebnisse. Eine Frau berichtete, dass sie eigentlich schon in Berlin sein sollte. Sie sei frühmorgens um 5:30 Uhr in Basel gestartet, habe dann ein Taxi nach Freiburg genommen und dort lange gewartet.
Eine andere Urlauberin, die nach Bern wollte, kritisierte die Informationspolitik der Bahn. Sie erfuhr erst im Zug gegen 9:30 Uhr, dass die Fahrt in Freiburg enden würde. Laut Bahnmitarbeiter war die Sperrung jedoch bereits seit dem frühen Morgen bekannt.
Entschuldigung der Deutschen Bahn
Ein Sprecher erklärte, dass die Bauarbeiten regelmäßig nachts durchgeführt werden. Diesmal habe man sie unerwartet nicht rechtzeitig beenden können. Die Deutsche Bahn bat alle Reisenden um Entschuldigung und verwies auf ihre digitalen Informationsangebote.
Trotz der massiven Störungen ist die Rheintalstrecke nun wieder vollständig befahrbar. Fahrgäste können seit Montagmittag regulär zwischen Freiburg und Basel reisen.
Quelle: SWR
