Freiburg ringt nach schwachem Saisonstart um Stabilität
Freiburg ringt nach schwachem Saisonstart um Stabilität, Foto: Pixabay

Der SC Freiburg hat in der neuen Bundesliga-Saison bereits zwei Niederlagen kassiert und sieben Gegentore hinnehmen müssen. Nach dem 1:4 gegen Köln und dem 1:3 zum Auftakt gegen Augsburg steht die Mannschaft von Julian Schuster ohne Punkte da. Die Probleme sind vielfältig und betreffen vor allem die Defensive, das Mittelfeld und die Offensive.

Inhaltsverzeichnis:

Matthias Ginter warnt vor fehlender Defensive

Die Abwehr war in der vergangenen Saison die große Stärke der Freiburger. Mit Matthias Ginter und Philipp Lienhart bildete sich ein stabiles Duo in der Innenverteidigung. Ergänzt wurde es durch den U21-Nationalspieler Max Rosenfelder, der aktuell verletzt fehlt. Ginter betonte nach der Niederlage in Köln, dass die Grundlagen nicht umgesetzt wurden. Besonders auffällig waren zwei Gegentore nach identischen Spielzügen über die Flügel.

  • 7 Gegentore in nur 2 Spielen
  • Fehler bei Standards und Zuordnung
  • Gleiche Muster bei den Treffern in Köln

Ritsu Doan fehlt in Offensive und Defensive

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Ausfall von Ritsu Doan. Der Japaner überzeugte in den vergangenen Saisons sowohl offensiv als auch defensiv. Auf der rechten Seite startete nun Eren Dinkci, der die Qualitäten Doans bisher nicht ersetzen konnte. In Köln wirkte das gesamte Angriffsspiel ideenlos und ohne die nötige Kreativität.

Auch Johann Manzambi, der wegen der Verletzung von Patrick Osterhage ins Zentrum rückte, konnte nur teilweise überzeugen. Seine Stärken auf der Zehner-Position blieben ungenutzt.

Igor Matanovic noch verletzt

Die Offensive leidet zudem unter dem Fehlen von Igor Matanovic. Der neue Stürmer verletzte sich kurz vor Saisonstart, nachdem er in der Vorbereitung überzeugt hatte. Auch gegen Augsburg und Köln zeigte sich, dass Chancenverwertung und Kaltschnäuzigkeit große Schwächen bleiben. Neben Doan und Grifo fehlen weitere Spieler, die für Durchschlagskraft sorgen können.

  1. Keine Tore von klassischen Stürmern in den ersten 2 Spielen
  2. Kaum verwertete Chancen trotz ordentlicher Ansätze
  3. Rückkehr von Matanovic und Osterhage erst nach der Länderspielpause erwartet

Christian Günter sieht Warnsignal

Die Stimmung nach der Niederlage in Köln war deutlich. Kapitän Christian Günter sprach von einem Warnschuss und forderte eine harte Analyse. Auch Keeper Noah Atubolu kritisierte die Leistung scharf. Die Länderspielpause bietet nun die Gelegenheit, Grundlagen zu trainieren und verletzte Spieler zurückzubekommen.

Die nächsten Wochen werden entscheidend. Freiburg muss Stabilität in der Abwehr finden, Kreativität im Mittelfeld zurückgewinnen und endlich wieder Tore erzielen. Die Ausgangslage mit null Punkten und Platz im Tabellenkeller ist klar.

Quelle: SWR, YouTube